Schweigen ist keine Option: Christentum zwischen Nächstenliebe und politischer Instrumentalisierung
In Bad Camberg diskutierten Theologen und Bürger über die Gefahren, wenn religiöse Sprache für politische Zwecke missbraucht wird. Dr. Frank van der Velden, Bistumsbeauftragter für Islamfragen, warnte vor der Vereinnahmung christlicher Werte – etwa wenn Begriffe wie „ordo amoris“ zur Rechtfertigung nationaler Abschottung dienen oder das „christliche Abendland“ als Kampfbegriff genutzt wird. „Christliche Nächstenliebe kennt keine Grenzen“, betonte er. „Sie gilt jedem Menschen.“
Der Abend zeigte: Rechtspopulistische Akteure nutzen oft verkürzte Lesarten, um Abgrenzung zu legitimieren – selbst wenn sie selbst nicht religiös sind. Van der Velden rief dazu auf, im Dialog zu bleiben, „Ich-Botschaften“ zu nutzen und sich nicht von Scheindebatten ablenken zu lassen. „Schweigen ist keine Option. Wer nicht widerspricht, trägt zur Normalisierung problematischer Positionen bei.“
Veranstaltet von der katholischen Pfarrei St. Peter und Paul Bad Camberg und Partnern. Zum vollständigen Artikel
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