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Reparatur der Ziffernblätter und der Zeiger an der Würgeser St. Ferrutiuskirche

Reparatur der Ziffernblätter und der Zeiger an der Würgeser St. Ferrutiuskirche
Reparatur der Ziffernblätter und der Zeiger an der Würgeser St. Ferrutiuskirche

Die Würgeser St. Ferrutiuskirche wurde in den Jahren 1830 bis 1838 im klassizistischen Stil, nacheinem Entwurf von Baumeister Lossen, erbaut. Schon damals gab es eine Kirchturmuhr, die mit einem manuellen Uhrwerk mit Gewichten aufgezogen wurde. 1974 wurde dann eine elektrisch gesteuerte Uhr installiert, deren Ziffernblätter und Zeiger jetzt nach nunmehr 43 Jahren erneuert wurden. Damals waren die Kirchturmuhren das einzige Mittel um den Leuten eine Orientierung der Uhrzeit zu geben, da es weder Radio noch andere Uhren gab. Dazu wurde noch morgens, mittags und abends geläutet. Unsere Leserin Martina Eichhorn machte, eher durch Zufall, die Beobachtung, dass an einem Samstagmorgen der Austausch der äußeren Uhr erfolgte. Auf Nachfrage des Camberger Anzeigers bei Georg Minde, dem Vorsitzenden des Ortsausschusses Würges berichtete dieser, dass seitens des Gremiums entschieden wurde, im Hinblick auf das 1250-jährige Jubiläum von Würges im nächsten Jahr, das verwitterte, nicht mehr lesbare Ziffernblatt und die Zeiger auszutauschen. Damit beauftragt wurde eine Spezialfirma, die mit einem Kran und mehreren Mitarbeitern anrückte. Allein jedes Ziffernblatt hat einen Durchmesser von 1,75 Metern und besteht aus Aluminium, die Zeiger sind aus 4 mm dickem Aluminium mit Versteifungen und Gegengewichten ausbalanciert, geschützt vor Wind und Regen, Blatt vergoldet und befinden sich auf rund 30 Metern Höhe am Kirchturm. Diese Maßnahme wurde aus Rücklagen des Kirchortes finanziert. Nicht entsorgt wurden die alten Ziffernblätter, die später für einen guten Zweck versteigert werden sollen. "Für mich wars ein besonderes Ereignis, was ich in diesem Leben sicherlich nicht noch einmal zu sehen kriege", wandte sich Martina Eichhorn an den Camberger Anzeiger und fügte ihrer Mail noch zwei Fotos hinzu.