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Ruhrprozession in diesem Jahr anders

Ruhrprozession in diesem Jahr anders
Ruhrprozession in diesem Jahr anders
© Eberhard Rauch

Durchführung der Ruhrprozession während der Corona-Pandemie

Im Jahre 1872 brach in Haintchen eine Ruhrepidemie aus. In unserem kleinen Ort wurden fünfzig Menschen mit der Ruhr infiziert und siebzehn Menschen verstarben an dieser Krankheit. Nach dem Fehlschlagen aller ärztlichen Bemühungen riefen die Bewohner die Hilfe Gottes an. Damals trug der Priester in einer Prozession das Allerheiligste in der Monstranz durch die Straßen des Dorfes und machte an jedem Haus halt, in dem erkrankte Mitbürger wohnten, um dort den Segen zu sprechen. Am Ende der Prozession wurde der Segen allen Gläubigen gespendet. Danach verstarb niemand mehr an der Ruhr. Aus Dankbarkeit gelobten die Einwohner von Haintchen, jährlich ein Dankamt, das sog. „Ruhramt“ mit einer anschließenden Prozession abzuhalten.

In diesem Jahr muss das Gelöbnis aufgrund der Corona Pandemie in veränderter Form erfüllt werden:

Am Sonntag, den 4. Oktober 2020 findet um 9.30 Uhr in der Kirche das Ruhramt statt. Hierfür können sich, wie zurzeit üblich, zweiunddreißig Personen anmelden. Die Fahnen der Pfarrei und der Ortsvereine werden in der Kirche aufgestellt. Sie stehen stellvertretend für die dörfliche Gemeinschaft und die Menschen, die nicht am Gottesdienst teilnehmen können.

Im Anschluss wird mit Glockengeläut ein „Gedenkgang“ eröffnet: Der Priester trägt in Begleitung von Messdienern die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch das Dorf. Die Gläubigen werden nicht, wie sonst üblich, in Gruppen folgen, sondern stehen – unter Beachtung der geltenden Abstandsregeln – am Wegesrand. Der verkürzte Prozessionsweg verläuft durch die Schulstraße, Hinterm Garten, Kegelbahn und Mittelstraße zurück zur Kirche.

Die Gottesdienstbesucher werden gebeten, in und vor der Kirche auf die Rückkehr des Priesters zu warten. Bitte beachten Sie auch hier die geltenden Abstandsregeln. Der eucharistische Segen wird in der Kirche erteilt und mit Lautsprecher auf den Kirchenvorplatz übertragen.

Bitte schmücken Sie die Häuser mit Fahnen!

 

Bezeugen wir unseren Glauben, der uns Menschen durch schwere Zeiten getragen hat und immer noch trägt. Vertrauen wir auf den Beistand Gottes – dass er auch in diesen schwierigen Zeiten mit uns geht und uns hilft, die Krise zu überwinden.

 

 

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